Ein Ja ist kein rein lokaler Entscheid
Das Windrad wird als Projekt zur Eigenversorgung präsentiert. Tatsächlich geht es um viel mehr.
Befürworter präsentieren das Windrad auf dem Grunholz als bescheidenes, lokales Projekt zur Eigenversorgung der Gemeinde. Die Anlage soll rechnerisch fast den doppelten Strombedarf von Eriswil decken.
Ein Ja zum Windrad Eriswil ist kein rein lokaler Entscheid zur Eigenversorgung.
Es ist ein weitreichender Eingriff in Topografie, Natur und Finanzen – mit dem möglichen Türöffner-Effekt für einen überregionalen Windpark. Denn ist die erste Anlage mit Zufahrt, Kranstellplatz und Netzanschluss einmal gebaut, wird jede weitere Anlage leichter durchzusetzen sein.
Zudem ist «doppelter Gemeindebedarf» eine Jahresrechnung. Windstrom fällt unregelmässig an; bei Windstille fehlt er, bei Starkwind entsteht Überschuss, dessen Vermarktung ungeklärt ist. Und von den maximal 12'500 MWh gehen die vorgeschriebenen Abschaltzeiten für Fledermäuse noch ab.